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Probanden für wissenschaftliche Hörgeräte-Studie gesucht

Eine Untersuchung des Verbraucherportals meinhoergeraet.de geht der Frage nach, wie Hörgeräte das Verstehen im Alltag optimal verbessern können

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe vom Universitätsklinikum Erlangen: „Ich lade jeden herzlich ein, Hörgeräte im Rahmen der Studie kennenzulernen und seine ganz persönlichen Erfahrungen zu sammeln.“
Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe vom Universitätsklinikum Erlangen: „Ich lade jeden herzlich ein, Hörgeräte im Rahmen der Studie kennenzulernen und seine ganz persönlichen Erfahrungen zu sammeln.“
Anders als bei einer neuen Brille, die man, um besser sehen zu können, einfach nur aufsetzen muss, braucht es beim Einsatz eines Hörgeräts eine gewisse Eingewöhnungszeit. Das liegt vor allem daran, dass altersbedingte Schwerhörigkeit ein schleichender Prozess ist, bei dem das Gehirn das Hören und Verstehen regelrecht verlernt. Viele Schwerhörige müssen sich also erst wieder an das Hören, dass ihnen die Technik ermöglicht, gewöhnen. In dieser Phase ist es besonders wichtig, das Hörgerät bestmöglich auf die persönlichen Anforderungen seines Nutzers einzustellen. Diese können sehr unterschiedlich sein. So fordert ein Gespräch zu zweit in ruhiger Umgebung von einem Hörgerät anderes als eine laute Diskussion in geselliger Runde.

„Ziel einer Versorgung mit Hörgeräten ist vor allem eine Verbesserung des Verstehens“, sagt Prof. Dr. Dr. Hoppe, Leiter der Abteilung für Audiologie der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Erlangen und Schirmherr der mittlerweile zweiten wissenschaftlichen Hörgeräte-Studie des Verbraucherportals meinhoergeraet.de. „Wir möchten herausfinden, inwieweit Hörgeräteträger Verbesserungen im Alltag, also in für sie relevanten Situationen tatsächlich wahrnehmen“, erklärt Hoppe, der die Auswertung der Untersuchung begleitet. Hintergrund: Im Alter von 40 bis 50 Jahren merken viele Menschen, dass es ihnen in bestimmten Situationen schwer fällt, akustisch zu erfassen, was andere sagen. Das Zuhören in Gruppengesprächen oder bei Beschallung aus dem Hintergrund, z. B. durch Musik, wird für sie zunehmend anstrengend. Hier setzen moderne Hörgeräte an: Sie filtern Sprache aus Umgebungsgeräuschen heraus und verstärken sie gezielt – ein Vorgang, der dem des natürlichen Hörens sehr ähnlich ist. Die Technik des Hörgeräts macht es möglich, dass sein Nutzer Sprache wieder besser verstehen kann. Das ist vor allem in wichtigen Gesprächen, etwa beim Arzt, von großer Bedeutung.
 
OTON Die Hörakustiker Billstedt
Elementar ist die Erfassung des persönlichen Umfelds

Die Studie geht von der These aus, dass Hörgeräte einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der persönlichen Hör- und Kommunikationskompetenz leisten können. Demzufolge ist das A und O einer entsprechenden Hörgeräteversorgung die Erfassung des persönlichen Umfelds. Das heißt, es gilt zu analysieren, in welchen konkreten Situationen das Verstehen verbessert werden soll. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind Grundlage bei der Beratung durch den Hörgeräteakustiker. Sie erlauben es ihm, ein passendes Hörgerät zu finden und die Sprach- und Umgebungsverstärkung entsprechend den Bedürfnissen des Nutzers einzustellen.

Zum Ablauf der Studie: Die Probanden erhalten von den teilnehmenden Hörgeräteakustikern ein geeignet erscheinendes Hörgerät und durchlaufen danach eine mindestens zweiwöchige Testphase, während der auch mehrere Hörsysteme ausprobiert werden können. Schließlich führen die Hörakustiker auf Basis der gesammelten Erfahrungen mit dem Studienteilnehmer ein Abschlussgespräch und dieser gibt die Ergebnisse zusammen mit dem Hörakustiker in einen Online-Fragebogen ein.

Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos und unverbindlich, weitere Infos unter www.besser-hoeren.de/hoerstudie2019/ mh
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