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Ihr Recht in guten Händen

Am besten gleich zum Anwalt

ONLINE-PORTALE stoßen bei komplizierten Fällen an ihre Grenzen

Symbolfoto: gettyImages
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Schnelle und einfache Abhilfe bei vielen Rechtsfragen – das ist es, was Online-Rechtsportale versprechen. Zu den besonders komplizierten und unangenehmen Dingen, die es im Laufe eines Lebens zu regeln gilt, gehört zweifelsfrei das eigene Testament.  

Doch gerade im Erbrecht gibt es eine Reihe von Feinheiten zu beachten. Wann die Online-Angebote hilfreich sein können und wann ein Gang zum Anwalt der richtige Weg ist verrät ein Film des Rechtsportals anwaltauskunft.de. Wenn es um die Vorsorge für das eigene Ableben geht, können Online-Portale nur in simplen Fallkonstellationen eine Orientierungshilfe bieten. Umfangreiche Sachverhalte, wie bei größeren Erbschaften oder einer Vielzahl von Erben, bringen die elektronische Hilfe an ihre Grenzen. Dann kann nur eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt Abhilfe schaffen und auf individuelle Probleme eingehen.
Hilfreich für die erste Orientierung

„Wenn es um eine erste Orientierung geht, können Online-Portale vielleicht eine erste Hilfe sein“, erklärt Rechtsanwalt Swen Walentowski, Sprecher von anwaltauskunft.de. „Sobald aber der letzte Wille gestaltet werden soll, sollte eine Anwältin oder ein Anwalt zu Rate gezogen werden.“

So können zum Beispiel moderne Familienkonstellationen wie Patchwork-Familien für die Online- Portale zum unüberwindbaren Hindernis werden. Auch größere Erbschaften, etwa mit Immobilien, sollten stets individuell von einem Experten geregelt werden. „Die automatisierten Programme können eben nur auf eine überschaubare Anzahl von Fallkonstellationen programmiert werden. Sobald es aber um individuelle Eigenheiten geht, bedarf es der menschlichen Kreativität. Auch Selbstständige und Inhaber von Betrieben sollten ihre Nachfolge rechtzeitig regeln.“ Auch wenn Unsicherheit besteht, sollte die Entscheidung zu Gunsten einer persönlichen Beratung durch einen Anwalt ausfallen. „Es gibt Situationen, die Laien im Voraus noch gar nicht abschätzen können. In einem Beratungsgespräch mit einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin kann auf solche Fallstricke hingewiesen werden, bevor sie zum Problem werden“, so Walentowski weiter. (pr)

Abgemahnt werden
  

Tipps rund um das Urheberrecht im Internet
  
Ob Fotos, Musik, Filme oder Texte: Gerade im Internet ist es leicht, die Arbeit von anderen zu kopieren. Per „Copy & Paste“ reichern viele Nutzer ihre Websites oder Social- Media-Kanäle mit Werken fremder Urheber an. Schnell kann man dabei gegen das Urheberrecht verstoßen – selbst, wenn man für die Nutzung bezahlt hat. Brian Scheuch, Partneranwalt von Roland Rechtsschutz, erklärt, worauf Internetnutzer achten sollten.

Laut Paragraph 2 des Urheberrechtsgesetzes haben Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst grundsätzlich urheberrechtlichen Schutz. Das Werk muss eine persönliche geistige Schöpfung eines oder mehrerer Menschen sein und eine gewisse Schöpfungshöhe aufweisen, was nicht immer ganz einfach zu beurteilen ist. Eine Besonderheit gilt für Fotografien: Diese benötigen keine besondere Schöpfungshöhe. Somit ist jedes Selfie – aber auch ein bloßes Foto vom Fußboden – urheberrechtlich geschützt. Die Urheberschaft kann nicht übertragen werden, sie ist immer mit dem Schöpfer eines Werkes unzertrennlich verbunden. Er kann nur die Nutzungsrechte an einem Werk einräumen. Zu den gängigsten Rechten des Rechteinhabers zählen das Veröffentlichungsrecht, die Vervielfältigung (dazu zählt bereits das Speichern eines Bildes auf dem Computer), die öffentliche Zugänglichmachung des Werks (das Hochladen auf die Website oder in Social-Media ist bereits ausreichend), das Bearbeitungsrecht sowie die Rechte des Urhebers auf Urhebernennung und Schutz vor „Verunstaltung“ des Werkes. „Gerade die Urhebernennung wird gerne mal übersehen und führt häufiger zu Abmahnungen“, erklärt Rechtsanwalt Brian Scheuch. (pr)
  
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