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Stormarn

Mehr junge Kreative für den Kreis

Das Angebot des Stormarner Kinderateliers wird ausgeweitet

Inspiriert von Henning Kles’ Ausstellung im Ahrensburger Marstall schufen die Kinder Eigenes
Inspiriert von Henning Kles’ Ausstellung im Ahrensburger Marstall schufen die Kinder Eigenes
Was seht ihr?“, fragt Christine Petersen die Kinderschar, die ihr an diesem Sonnabendnachmittag durch die Ausstellung „Under the Skin the Moon is alive“ von Magda Krawcewicz in der Trittauer Wassermühle folgt. Die Aquarelle und Porzellanarbeiten der Hamburger Künstlerin mit polnischen Wurzeln regen die Fantasie der sechs- bis 12-Jährigen an. „Sieht aus wie Quallen“, meint Lerle (9) aus Ahrensburg. „Oder wie ein Gesicht“, schlägt Ben (10) aus Ammersbek vor. Die Darstellungen inspirieren die Teilnehmer am Stormarner Kinderatelier, die gleich mit dem praktischen Teil des Ateliertages beginnen werden: Die kleinen Nachwuchskünstler greifen die Themen der Ausstellung auf und bearbeiten sie in eigenen Werken. „Wir werden heute mit Gouachefarben und Perlmutt-Acryl arbeiten“, kündigt Petersen an, die seit 2017 als Kunstvermittlerin fürs Kinderatelier arbeitet. „Ihr werdet sehen, damit könnt ihr tolle Strukturen herstellen. Habt keine Angst, dass euer Bild nichts wird. Probiert es einfach aus.“ Seit 2011 gibt es das Angebot, das von der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn ins Leben gerufen wurde. Kinder und Jugendliche sollen dort durch Ausstellungsbesuche und anschließende Workshops frühzeitig einen Zugang zur Kunst erhalten. 

Wohnart
Das Angebot für Stormarner Familien ist niedrigschwellig: Die Teilnahme kostet pro Kopf nur 5 Euro. Anders als in Trittau treffen sich die Teilnehmer in Ahrensburg an zwei aufeinander aufbauenden Terminen, erst im Marstall, dann in der Malschule Mamülei.

Original: Aquarell von Magda Krawcewicz... Foto: Hayo Heye
Original: Aquarell von Magda Krawcewicz... Foto: Hayo Heye
„Wir halten kulturelle Bildung für elementar wichtig, damit eine demokratische Gesellschaft gelingt. Die Stiftung wird deshalb die Kunstvermittlung weiter ausbauen“, sagt Katharina Schlüter, Leiterin Kunst & Kultur und Geschäftsführerin der Sparkassen-Stiftungen. „Aktuell arbeiten wir an einem Bildungsangebot für Ahrensburg mit dem Ziel, die Galerie im Marstall als außerschulischen Lernort zu etablieren. Trittau soll dann folgen.“ Die Kosten für die Honorare der Kunstvermittler und Material tragen die Stiftungen der Sparkasse Holstein. Was im Ahrensburger Marstall begann, findet seit drei Jahren auch in der Wassermühle Trittau statt.

... und nachempfunden von Lena (9) Fotos (2): Mamülei
... und nachempfunden von Lena (9) Fotos (2): Mamülei
2017 kamen Schulworkshops hinzu, die sich an weiter - führende Schulen im Kreis sowie im Hamburger Nordosten richten. „Ein weiteres Format für Grundschulklassen, das Pop-Up Museum, ist dieses Jahr angelaufen“, sagt Schlüter. „Die Kinder bauen hier ihre eigene Galerie aus Faltbögen und gestalten dafür eigene Gemälde und Skulpturen.“ In der Wassermühle neigt sich der Workshop dem Ende zu. Jana, 8, aus Trittau freut sich schon aufs nächste Mal: „Ich mag am Kinderatelier, dass man immer wieder neue Techniken ausprobiert.“ Gelegenheit dazu gibt es dieses Jahr noch bis Ende November. Mehr Infos unter www.stormarner-kinderatelier.de ps
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